<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress/2.2.1" -->
<rss version="2.0" 
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
<channel>
	<title>Kommentare fuer slov ant gali</title>
	<link>http://slovantgali.de</link>
	<description>Utopische Literatur und Frieden</description>
	<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 04:49:24 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.2.1</generator>

	<item>
		<title>Kommentar zu Arbeitsmotivation im Sozialismus? von frieden</title>
		<link>http://slovantgali.de/2007/11/27/arbeitsmotivation-im-sozialismus/#comment-74</link>
		<author>frieden</author>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 16:48:17 +0000</pubDate>
		<guid>http://slovantgali.de/2007/11/27/arbeitsmotivation-im-sozialismus/#comment-74</guid>
		<description>Vielleicht haben wir hier das Kernproblem aller kommunistischen Theorie und Praxis überhaupt.
Es ist auf jeden Fall extrem vielschichtig.
Lass mich mit einem Proplem provokatorisch anfangen:
Was hältst du von der Entwicklung von Raketen, Raketenabwehrsystemen und Flugzeugträgern?
Was hältst du von der Möglichkeit mittels Handy fernzusehen?
Nehmen wir an, nichts?
Das eine ist eine im Sinne jeder gesamtmenschheitlichen Entwicklung destruktive Verwendung von Arbeitsleistung - entweder gerichtet auf direkte Zerstörung von anderen Leistungen oder auf deren Verhinderung - auf jeden Fall eine Minderung der Gesamtmasse dessen, was menschliche Arbeitskraft für Bedürfnisbefriedigung schaffen könnte.
Das andere ist ein künstliches Vorwärtstreiben überzogener "Bedürfnisse" unter dem primären Ziel aller "Marktwirtschaft", Profit zu erzielen.
Denk dir schon einmal diese zwei Dinge weg aus der Welt.
Denk dir weiter dazu, was das einzige Ziel einer menschenwürdigen Gesellschaft sein muss: Allen Menschen alle Möglichkeiten zu schaffen und zu entwickeln, mit denen sie sich als Menschliche Persönlichkeiten entfalten können, mit denen sie ihre sinne sinnvoll entwickeln, sich selbst als Ganzes durch die Befriedigung ihrer Bedürfnisse weiterentwickeln...
Daraus folgt:
1. Das eine Unmenge von "Arbeit" in Zukunft entfällt. Dies wird noch durch den Abbau der Geldwirtschaft in der Kommunismusentwicklung zusätzlich verstärkt.
2. Das Arbeitspotential für unseren heutigen "Lebensstandard" in seiner Verallgemeinerung, also in seiner Inanspruchnahme für jeden (!), wäre jetzt schon gegeben.
Die Forderung nach Erhöhung der Arbeitsproduktivität ist zumindest im Sinne von Arbeitshetze und Arbeitsmasse kontraproduktiv. 
Der in deiner Darstellung enthaltene Gedanke, die Menschen müssten zu mehr und besserer Arbeit getrieben werden, ist Folge kapitalistischer Arbeitsauffassung.  Ist es nicht sozialistischer/kommunistischer, wenn der Arbeitsplatz auch als Kommunikationsort benutzt wird, mit den Kollegen über die Kindererziehung (als Beispiel) gequatscht wird????
Für die Umwelt, die unsere Welt ist... und hoffentlich bleibt, ist es entschieden besser, wenn nicht so viel mehr produziert wird!
Das, was du als Problem siehst, ist sowohl geschuldet der ungünstigeren Ausgangsbedingungen, dass die "realsozialistischen" Wirtschaften also bevorzugte Opfer des Gesetzes vom tendenziellen Fall der Profitrate waren, als auch des laufend reproduzierten Konsumgesellschaftsdrucks, der damit zusammenhing.
Ich würde die Formel von der Arbeit als erstes Lebensbedürfnis nicht so eng sehen. Wir stehen am Ende des immer mehr. (Denke an die Braunkohletagebaue... gerade wegen ihrer internationalen Notwendigkeit für die DDR...)
Ich sehe das als Punkt eins!
Die Werktätigen haben in gewisser Hinsicht eine Arbeitsbeziehung gehabt, die AUCH Elemente einer zukünftigen enthielt!!! Nur hätten sie das unter den Rahmenbedingungen eines materiell-technisch überlegenen Kapitalismus (noch) nicht haben dürfen.
(Abbruch vor Punkt zwei, aber hierauf kann geantwortet werden...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht haben wir hier das Kernproblem aller kommunistischen Theorie und Praxis überhaupt.<br />
Es ist auf jeden Fall extrem vielschichtig.<br />
Lass mich mit einem Proplem provokatorisch anfangen:<br />
Was hältst du von der Entwicklung von Raketen, Raketenabwehrsystemen und Flugzeugträgern?<br />
Was hältst du von der Möglichkeit mittels Handy fernzusehen?<br />
Nehmen wir an, nichts?<br />
Das eine ist eine im Sinne jeder gesamtmenschheitlichen Entwicklung destruktive Verwendung von Arbeitsleistung - entweder gerichtet auf direkte Zerstörung von anderen Leistungen oder auf deren Verhinderung - auf jeden Fall eine Minderung der Gesamtmasse dessen, was menschliche Arbeitskraft für Bedürfnisbefriedigung schaffen könnte.<br />
Das andere ist ein künstliches Vorwärtstreiben überzogener &#8220;Bedürfnisse&#8221; unter dem primären Ziel aller &#8220;Marktwirtschaft&#8221;, Profit zu erzielen.<br />
Denk dir schon einmal diese zwei Dinge weg aus der Welt.<br />
Denk dir weiter dazu, was das einzige Ziel einer menschenwürdigen Gesellschaft sein muss: Allen Menschen alle Möglichkeiten zu schaffen und zu entwickeln, mit denen sie sich als Menschliche Persönlichkeiten entfalten können, mit denen sie ihre sinne sinnvoll entwickeln, sich selbst als Ganzes durch die Befriedigung ihrer Bedürfnisse weiterentwickeln&#8230;<br />
Daraus folgt:<br />
1. Das eine Unmenge von &#8220;Arbeit&#8221; in Zukunft entfällt. Dies wird noch durch den Abbau der Geldwirtschaft in der Kommunismusentwicklung zusätzlich verstärkt.<br />
2. Das Arbeitspotential für unseren heutigen &#8220;Lebensstandard&#8221; in seiner Verallgemeinerung, also in seiner Inanspruchnahme für jeden (!), wäre jetzt schon gegeben.<br />
Die Forderung nach Erhöhung der Arbeitsproduktivität ist zumindest im Sinne von Arbeitshetze und Arbeitsmasse kontraproduktiv.<br />
Der in deiner Darstellung enthaltene Gedanke, die Menschen müssten zu mehr und besserer Arbeit getrieben werden, ist Folge kapitalistischer Arbeitsauffassung.  Ist es nicht sozialistischer/kommunistischer, wenn der Arbeitsplatz auch als Kommunikationsort benutzt wird, mit den Kollegen über die Kindererziehung (als Beispiel) gequatscht wird????<br />
Für die Umwelt, die unsere Welt ist&#8230; und hoffentlich bleibt, ist es entschieden besser, wenn nicht so viel mehr produziert wird!<br />
Das, was du als Problem siehst, ist sowohl geschuldet der ungünstigeren Ausgangsbedingungen, dass die &#8220;realsozialistischen&#8221; Wirtschaften also bevorzugte Opfer des Gesetzes vom tendenziellen Fall der Profitrate waren, als auch des laufend reproduzierten Konsumgesellschaftsdrucks, der damit zusammenhing.<br />
Ich würde die Formel von der Arbeit als erstes Lebensbedürfnis nicht so eng sehen. Wir stehen am Ende des immer mehr. (Denke an die Braunkohletagebaue&#8230; gerade wegen ihrer internationalen Notwendigkeit für die DDR&#8230;)<br />
Ich sehe das als Punkt eins!<br />
Die Werktätigen haben in gewisser Hinsicht eine Arbeitsbeziehung gehabt, die AUCH Elemente einer zukünftigen enthielt!!! Nur hätten sie das unter den Rahmenbedingungen eines materiell-technisch überlegenen Kapitalismus (noch) nicht haben dürfen.<br />
(Abbruch vor Punkt zwei, aber hierauf kann geantwortet werden&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu ML-Diskussion von frieden</title>
		<link>http://slovantgali.de/2007/11/25/ml-diskussion/#comment-73</link>
		<author>frieden</author>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 16:12:20 +0000</pubDate>
		<guid>http://slovantgali.de/2007/11/25/ml-diskussion/#comment-73</guid>
		<description>klar bist du - mit allem, was du zur Diskussion stellst und allem, was du kommentieren möchtest.
Schau dich einfach um...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>klar bist du - mit allem, was du zur Diskussion stellst und allem, was du kommentieren möchtest.<br />
Schau dich einfach um&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu ML-Diskussion von Tschekist</title>
		<link>http://slovantgali.de/2007/11/25/ml-diskussion/#comment-72</link>
		<author>Tschekist</author>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 14:39:07 +0000</pubDate>
		<guid>http://slovantgali.de/2007/11/25/ml-diskussion/#comment-72</guid>
		<description>so ich hoffe ich bin dabei.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>so ich hoffe ich bin dabei.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Die DDR ein sozialistischer Staat? von frieden</title>
		<link>http://slovantgali.de/2007/11/25/war-die-ddr-ein-sozialistischer-staat/#comment-71</link>
		<author>frieden</author>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 07:49:14 +0000</pubDate>
		<guid>http://slovantgali.de/2007/11/25/war-die-ddr-ein-sozialistischer-staat/#comment-71</guid>
		<description>&lt;p&gt;&#60;p&#62;Inzwischen gibt es einen interessanten Kommentar, auf den ich als gesonderte Diskussion hinweisen möchte:&#60;/p&#62;&lt;/p&gt;http://slovantgali.de/2007/11/27/arbeitsmotivation-im-sozialismus/#comments
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&lt;p&gt;Inzwischen gibt es einen interessanten Kommentar, auf den ich als gesonderte Diskussion hinweisen möchte:&lt;/p&gt;</p>
<p><a href="http://slovantgali.de/2007/11/27/arbeitsmotivation-im-sozialismus/#comments" rel="nofollow">http://slovantgali.de/2007/11/27/arbeitsmotivation-im-sozialismus/#comments</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Arbeitsmotivation im Sozialismus? von frieden</title>
		<link>http://slovantgali.de/2007/11/27/arbeitsmotivation-im-sozialismus/#comment-70</link>
		<author>frieden</author>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 07:43:46 +0000</pubDate>
		<guid>http://slovantgali.de/2007/11/27/arbeitsmotivation-im-sozialismus/#comment-70</guid>
		<description>Hallo ...,
 
ich bin, wie aus früheren Beiträgen sicherlich ableitbar, stark daran interessiert, DAS neue Gesellschaftsbild zu diskutieren und dabei den ehemals "real existierenden" Sozialismus einer kritischen Analyse zu unterwerfen.
 
Als geborener und erfahrener Ossi will ich gern hierzu beitragen. Ich möchte die Diskussion gern in diesem Forum führen, wobei sicherlich auch die inhaltlichen Dinge auf die von Dir angesagte Page gestellt werden können.
 
Wo anfangen? Beim Eigentum an Produktionsmitteln (PM).
 
In der DDR gab es im Prinzip zwei Formen: Das staatliche (gesamtgesellschaftliche) der sozialistischen Betriebe, Einrichtungen und Volkseigene Güter einerseits und das genossenschaftliche Eigentum andererseits.
In einer Übergangszeit gab es auch noch kleine und mittlere Privatunternehmen, die jedoch mehr und mehr zwangskollektiviert oder enteignet wurden, nur Ausnahmen haben die Wende erlebt.
Das genossenschaftliche Eigentum hatte zwei Erscheinungsformen: die landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG - siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Landwirtschaftliche_Produktionsgenossenschaft) bzw. gärtnerischen Produktionsgenossenschaften (GPG) und die Produktionsgenossenschaften Handwerk (PGH).
Die genossenschaftliche Form erreichte zwar nicht die Arbeitsproduktivität der ehemaligen Einzelbauern oder Einzelhandwerker, sie waren jedoch durch eine engere Bindung der Mitglieder an das Eigentum und die größere Entscheidungsfreiheit der integrierten "Genossen" im Vergleich zu den volkseigenen Betrieben durchaus effektiv und versorgten die Gesellschaft meist zuverlässig mit Nahrungsmittel und Dienstleistungen. Besonders in den PGH's (Handwerk hat goldenen Boden) und auch teilweise in den LPG's kam es durchaus zur überdurchschnittlichen Häufung von privatem Vermögen (Eigenheim mit Grundstück, Barvermögen, Wochenendgrundstücke, PKW und später Westgeld), was in den volkseigenen Betreiben schwer erreichbar war, es sei denn, man hatte einen wichtigen Führungsposten mit entsprechender Bezahlung und Bevorzugungen bei der Güterzuteilung (Grundstücke, PKW).
Die Genossenschaften hatten im Vergleich zu Einzelunternehmen auch Vorteile:
- Möglichkeit der effektiveren Bewirtschaftung (in der Praxis aber nicht erreicht)
- Möglichkeit der größeren Spezialisierung
- Geringere Selbstausbeutung, 
- Mehr Freizeit, Möglichkeit des Jahresurlaubes und im Wechsel auch an den Wochenenden besonders im Vergleich zu Einzelbauern
- Schaffung kollektiver Sozial- und Kultureinrichtungen (KiTa, Kulturhäuser, Clubs).
Die negativen Erscheinungen waren:
- Vergemeinschaftlichung der Verantwortung und damit Kollektivierung des Erfolges und Misserfolges und daraus:
- Fehlender Motivationsdruck - Neigung zum Schlendrian und zur schlechten Qualität (besonders LPG)
- Leistungsprinzip nicht gewährleistet
- Entfremdung zu den PM (z. B. kollektive Viehhaltung).
 
Das Bewusstsein oder besser gesagt die Bereitschaft zu hohen Leistungen wurden durch Druck von außen erzeugt. Ideologisch abgeleitete Leistungsbereitschaft waren Ausnahmen. Initiative wurde oft in den privaten (materiellen) Bereich (Schwarzarbeit, Eigenheimbau) verlagert, wodurch eine Tendenz zur Entkollektivierung entstand.
 
Ähnliches nur noch verstärkt passierte in den volkseigenen Betrieben und Einrichtungen: Hier war die Entfremdung zu den PM noch stärker ausgebildet. Ohne permanenten ideologischen Druck ("Schule der sozialistischen Arbeit", "Kollektive der sozialistischen Arbeit", Neuererbewegung als Pflichtaufgabe, Vorgaben im "sozialistischen Wettbewerb", Aktivitäten der Parteigruppen der SED) waren Planvorgaben und Termine überhaupt nicht, mit diesen Mitteln auch nur selten haltbar.
Die Sozialeinrichtungen (Kinderkrippe, Kindergarten, Hort in den Schulen), Kultureinrichtungen und das Gesundheitswesen waren umsonst oder erschwinglich. Schulen, Universitäten hatten Mittelmaß.
 
Ich will auf folgendes hinaus: Das Bewusstsein, die kollektive Verantwortung waren in dem Sinn unzureichend ausgebildet, als das Spitzenleistungen in der Produktivität, Wissenschaft oder im gesellschaftlichen Engagement an der Tagesordnung waren und somit die sozialistische Produktionsweise ihre Überlegenheit gegenüber der kapitalistischen hätte beweisen können. Man müsste meinen, dass mit längerer Existenz des Sozialismus, mit tiefgreifender Schulung des Bewusstseins der darin lebenden Menschen (sozialistische Bildung von der Kinderkrippe an), das System immer besser funktionieren müsste, sterben doch alte (bürgerliche) Traditionen und Erfahrungen biologisch aus. Das war aber nicht so. Die Entfremdung der Menschen von der Produktion hin zum privaten Engagement nahm zu.
 
Andererseits könnte man naturgemäß auch fragen: Wie viel Arbeitsproduktivität und damit wie viel Anstrengung braucht der gesellschaftliche Fortschritt. Ist dem Sozialismus gut geraten, in den Wettbewerb mit dem Kapitalismus einzutreten? Muss Selbstausbeutung (bzw. sozialistisches Hyperengagement) übertrieben werden, sind nicht andere Ziele (im Sozialismus hieß es immer "vollständige Entfaltung der Persönlichkeit") wichtiger, als die dauernde Konsumperfektionierung? Oder direkt gefragt: Müssen wir in der Arbeitsproduktivität ständig nach vorn powern? Ist nicht eine einigermaßen hinreichende Befriedigung der Bedürfnisse ausreichend. Aber wohin gehen die freien Potentiale der sozialistischen Menschen: In mehr Bildung? In mehr Kultur? Oder, wie die Realität zeigte: In Schattenwirtschaft (handwerkliche Leistungen, Anhäufung Privatvermögen, Abschotten von der Umwelt, Westgeldbeschaffung, Vitamine "B")? Zum Schluss des realen Sozialismus grinste man nur noch über sozialistische Einstellungen und Spitzenleistungen, wurden diese Menschen ausgegrenzt. Man "ertrug" die oben beschriebenen Motivationsversuche und plante im Stellen seine Aktivitäten am Wochenende.
 
Also meine wichtigen Fragen im Zusammenhang mit der Vergesellschaftung bzw. Kollektivierung des Besitzes an Produktionsmitteln sind:
- Was kann den Menschen im Sozialismus ohne drohende Arbeitslosigkeit hinreichend motivieren, dauerhaft gute bzw. sehr gute Arbeitsleistungen zu erzielen?
- Wie viel Arbeitsintensität braucht die Gesellschaft? Führt ein sich Zufriedengeben mit einer hinreichenden Grundversorgung nicht in eine zunehmende Stagnation und Entkollektivierung des Bewusstseins?
- Wie soll ein Leistungsprinzip im Sozialismus funktionieren?
 
Also was sollen die neuen Motoren der Entwicklung sein, ist der Mensch reif, zumal wir gesehen haben, dass auch eine permanente Erziehung und Beienflussung des Bewustseins keine hinreichende Wirkung erzielen? Selbst nach einer Verelendung im Kapitalismus und einer nachfolgenden "Revolution" werden langwirkende Motivationsmechanismen benötigt. Die bisherige Entwicklung des realen Sozialismus hat gezeigt, dass die Entfremdung von den PM und von der Arbeit zunehmen. Ist die Vergesellschaftung der PM tatsächlich der Schlüssel zum Sozialismus, oder sollte sich die Vergesellschaftung nur auf Unternehmen der Grundversorgung (Strom, Wasser, Abwasser, Müllentsorgung, Gas, ÖPNV, Transportwesen, Kommunikation, auf zentrale Banken und Großhandelsgesellschaften, strategische Industrien) beschränken?
 
Besondere Beachtung sollte in diesen Diskussionen die jetzt schon vorhandenen kollektiven Eigentumsbedingungen an PM in der kommunalen Wirtschaft und in bestehenden Genossenschaften (siehe z. B. Volksbanken, Sparkassen) erhalten.
 
Ich freue mich auf eine angeregte Diskussion.
 
Gruß
 
Norbert</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo &#8230;,</p>
<p>ich bin, wie aus früheren Beiträgen sicherlich ableitbar, stark daran interessiert, DAS neue Gesellschaftsbild zu diskutieren und dabei den ehemals &#8220;real existierenden&#8221; Sozialismus einer kritischen Analyse zu unterwerfen.</p>
<p>Als geborener und erfahrener Ossi will ich gern hierzu beitragen. Ich möchte die Diskussion gern in diesem Forum führen, wobei sicherlich auch die inhaltlichen Dinge auf die von Dir angesagte Page gestellt werden können.</p>
<p>Wo anfangen? Beim Eigentum an Produktionsmitteln (PM).</p>
<p>In der DDR gab es im Prinzip zwei Formen: Das staatliche (gesamtgesellschaftliche) der sozialistischen Betriebe, Einrichtungen und Volkseigene Güter einerseits und das genossenschaftliche Eigentum andererseits.<br />
In einer Übergangszeit gab es auch noch kleine und mittlere Privatunternehmen, die jedoch mehr und mehr zwangskollektiviert oder enteignet wurden, nur Ausnahmen haben die Wende erlebt.<br />
Das genossenschaftliche Eigentum hatte zwei Erscheinungsformen: die landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG - siehe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Landwirtschaftliche_Produktionsgenossenschaft" rel="nofollow">http://de.wikipedia.org/wiki/Landwirtschaftliche_Produktionsgenossenschaft</a>) bzw. gärtnerischen Produktionsgenossenschaften (GPG) und die Produktionsgenossenschaften Handwerk (PGH).<br />
Die genossenschaftliche Form erreichte zwar nicht die Arbeitsproduktivität der ehemaligen Einzelbauern oder Einzelhandwerker, sie waren jedoch durch eine engere Bindung der Mitglieder an das Eigentum und die größere Entscheidungsfreiheit der integrierten &#8220;Genossen&#8221; im Vergleich zu den volkseigenen Betrieben durchaus effektiv und versorgten die Gesellschaft meist zuverlässig mit Nahrungsmittel und Dienstleistungen. Besonders in den PGH&#8217;s (Handwerk hat goldenen Boden) und auch teilweise in den LPG&#8217;s kam es durchaus zur überdurchschnittlichen Häufung von privatem Vermögen (Eigenheim mit Grundstück, Barvermögen, Wochenendgrundstücke, PKW und später Westgeld), was in den volkseigenen Betreiben schwer erreichbar war, es sei denn, man hatte einen wichtigen Führungsposten mit entsprechender Bezahlung und Bevorzugungen bei der Güterzuteilung (Grundstücke, PKW).<br />
Die Genossenschaften hatten im Vergleich zu Einzelunternehmen auch Vorteile:<br />
- Möglichkeit der effektiveren Bewirtschaftung (in der Praxis aber nicht erreicht)<br />
- Möglichkeit der größeren Spezialisierung<br />
- Geringere Selbstausbeutung,<br />
- Mehr Freizeit, Möglichkeit des Jahresurlaubes und im Wechsel auch an den Wochenenden besonders im Vergleich zu Einzelbauern<br />
- Schaffung kollektiver Sozial- und Kultureinrichtungen (KiTa, Kulturhäuser, Clubs).<br />
Die negativen Erscheinungen waren:<br />
- Vergemeinschaftlichung der Verantwortung und damit Kollektivierung des Erfolges und Misserfolges und daraus:<br />
- Fehlender Motivationsdruck - Neigung zum Schlendrian und zur schlechten Qualität (besonders LPG)<br />
- Leistungsprinzip nicht gewährleistet<br />
- Entfremdung zu den PM (z. B. kollektive Viehhaltung).</p>
<p>Das Bewusstsein oder besser gesagt die Bereitschaft zu hohen Leistungen wurden durch Druck von außen erzeugt. Ideologisch abgeleitete Leistungsbereitschaft waren Ausnahmen. Initiative wurde oft in den privaten (materiellen) Bereich (Schwarzarbeit, Eigenheimbau) verlagert, wodurch eine Tendenz zur Entkollektivierung entstand.</p>
<p>Ähnliches nur noch verstärkt passierte in den volkseigenen Betrieben und Einrichtungen: Hier war die Entfremdung zu den PM noch stärker ausgebildet. Ohne permanenten ideologischen Druck (&#8221;Schule der sozialistischen Arbeit&#8221;, &#8220;Kollektive der sozialistischen Arbeit&#8221;, Neuererbewegung als Pflichtaufgabe, Vorgaben im &#8220;sozialistischen Wettbewerb&#8221;, Aktivitäten der Parteigruppen der SED) waren Planvorgaben und Termine überhaupt nicht, mit diesen Mitteln auch nur selten haltbar.<br />
Die Sozialeinrichtungen (Kinderkrippe, Kindergarten, Hort in den Schulen), Kultureinrichtungen und das Gesundheitswesen waren umsonst oder erschwinglich. Schulen, Universitäten hatten Mittelmaß.</p>
<p>Ich will auf folgendes hinaus: Das Bewusstsein, die kollektive Verantwortung waren in dem Sinn unzureichend ausgebildet, als das Spitzenleistungen in der Produktivität, Wissenschaft oder im gesellschaftlichen Engagement an der Tagesordnung waren und somit die sozialistische Produktionsweise ihre Überlegenheit gegenüber der kapitalistischen hätte beweisen können. Man müsste meinen, dass mit längerer Existenz des Sozialismus, mit tiefgreifender Schulung des Bewusstseins der darin lebenden Menschen (sozialistische Bildung von der Kinderkrippe an), das System immer besser funktionieren müsste, sterben doch alte (bürgerliche) Traditionen und Erfahrungen biologisch aus. Das war aber nicht so. Die Entfremdung der Menschen von der Produktion hin zum privaten Engagement nahm zu.</p>
<p>Andererseits könnte man naturgemäß auch fragen: Wie viel Arbeitsproduktivität und damit wie viel Anstrengung braucht der gesellschaftliche Fortschritt. Ist dem Sozialismus gut geraten, in den Wettbewerb mit dem Kapitalismus einzutreten? Muss Selbstausbeutung (bzw. sozialistisches Hyperengagement) übertrieben werden, sind nicht andere Ziele (im Sozialismus hieß es immer &#8220;vollständige Entfaltung der Persönlichkeit&#8221;) wichtiger, als die dauernde Konsumperfektionierung? Oder direkt gefragt: Müssen wir in der Arbeitsproduktivität ständig nach vorn powern? Ist nicht eine einigermaßen hinreichende Befriedigung der Bedürfnisse ausreichend. Aber wohin gehen die freien Potentiale der sozialistischen Menschen: In mehr Bildung? In mehr Kultur? Oder, wie die Realität zeigte: In Schattenwirtschaft (handwerkliche Leistungen, Anhäufung Privatvermögen, Abschotten von der Umwelt, Westgeldbeschaffung, Vitamine &#8220;B&#8221;)? Zum Schluss des realen Sozialismus grinste man nur noch über sozialistische Einstellungen und Spitzenleistungen, wurden diese Menschen ausgegrenzt. Man &#8220;ertrug&#8221; die oben beschriebenen Motivationsversuche und plante im Stellen seine Aktivitäten am Wochenende.</p>
<p>Also meine wichtigen Fragen im Zusammenhang mit der Vergesellschaftung bzw. Kollektivierung des Besitzes an Produktionsmitteln sind:<br />
- Was kann den Menschen im Sozialismus ohne drohende Arbeitslosigkeit hinreichend motivieren, dauerhaft gute bzw. sehr gute Arbeitsleistungen zu erzielen?<br />
- Wie viel Arbeitsintensität braucht die Gesellschaft? Führt ein sich Zufriedengeben mit einer hinreichenden Grundversorgung nicht in eine zunehmende Stagnation und Entkollektivierung des Bewusstseins?<br />
- Wie soll ein Leistungsprinzip im Sozialismus funktionieren?</p>
<p>Also was sollen die neuen Motoren der Entwicklung sein, ist der Mensch reif, zumal wir gesehen haben, dass auch eine permanente Erziehung und Beienflussung des Bewustseins keine hinreichende Wirkung erzielen? Selbst nach einer Verelendung im Kapitalismus und einer nachfolgenden &#8220;Revolution&#8221; werden langwirkende Motivationsmechanismen benötigt. Die bisherige Entwicklung des realen Sozialismus hat gezeigt, dass die Entfremdung von den PM und von der Arbeit zunehmen. Ist die Vergesellschaftung der PM tatsächlich der Schlüssel zum Sozialismus, oder sollte sich die Vergesellschaftung nur auf Unternehmen der Grundversorgung (Strom, Wasser, Abwasser, Müllentsorgung, Gas, ÖPNV, Transportwesen, Kommunikation, auf zentrale Banken und Großhandelsgesellschaften, strategische Industrien) beschränken?</p>
<p>Besondere Beachtung sollte in diesen Diskussionen die jetzt schon vorhandenen kollektiven Eigentumsbedingungen an PM in der kommunalen Wirtschaft und in bestehenden Genossenschaften (siehe z. B. Volksbanken, Sparkassen) erhalten.</p>
<p>Ich freue mich auf eine angeregte Diskussion.</p>
<p>Gruß</p>
<p>Norbert</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Die DDR ein sozialistischer Staat? von frieden</title>
		<link>http://slovantgali.de/2007/11/25/war-die-ddr-ein-sozialistischer-staat/#comment-69</link>
		<author>frieden</author>
		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 07:22:46 +0000</pubDate>
		<guid>http://slovantgali.de/2007/11/25/war-die-ddr-ein-sozialistischer-staat/#comment-69</guid>
		<description>Es gefällt mir, dass Malle logisch herangehen will, also mit der Klärung der Begriffe. Allerdings stimme ich seinen Definitionen nicht zu. Es müsste notfalls genauer diskutiert werden, ob die marxistischen Definitionen falsch sind. In Teilen hast du sie aber bestätigt. Wo mir allerdings Zahnschmerzen kommen, ist die Behauptung, der Staat sei des Werkzeug einer Bevölkerung...
Das war er nie und wird er nie sein. Immer war und bleibt jeder Staat "Instrument der herrschenden Klasse" zur Aufrechterhaltung der eigenen Herrschaft als Klasse.Dabei geht es bei dem "etwas haben wollen" immer um reale Macht bzw. das sie begründende Eigentum. Natürlich gibt es mit einem Schachausdruck gesprochen "Bauernopfer", wird jedes Gericht auch gelegentlich ein Urteil fällen, das dem einzelnen Unterdrückten Recht gibt. Aber z. B. ist der Sinn allen Staates (seiner Grenzen, seiner Armee, seiner Beamten und Angestellten, seiner Gesetzgebung usw.), zu erreichen, dass alles Malles froh bleiben, ihre Arbeitskraft verkaufen zu dürfen (!müssen!).
Das Interesse einer Klasse, also der Aufrechterhaltung des Systems als Ganzes deckt sich nicht immer mit den Einzelinteressen der Gruppen und Schichten dieser Klasse, und in einem konkreten Staat zu einer konkreten Zeit übt die Macht ja nicht die ganze Klasse aus. 
Insofern ist "Pätzolds" vereinfachende Bejahung nicht ganz abzuweisen. Der Staat DDR vertrat auf jeden Fall nicht die Interessen einer Kapitalistenklasse, u.a. weil es eine solche im Staatsgebilde nicht gab.
Er vertrat die Interessen von etwas, was er für das Proletariat zu halten glaubte, weil es müsse ja eine "Diktatur des Proletariats" sein.
Womit wir bei der entscheidenden Frage des Eigentums wären.
Kapitalistisches Eigentum an den Produktionsmitteln ist verhältnismäßig klar als privates erkennbar.
Sozialistisches Eigentum wäre im Kern gesamtgesellschaftliches - es setzt außer nominaler Rechtszuordnung (die es in der DDR gab) auch die reale Inbesitznahme voraus. Die aber ist nicht erfolgt. Sie konnte auch noch nicht erfolgen, weil die technischen Voraussetzungen für Produzentendemokratie nicht vorlagen. (vgl. Cockshott...)
Womit wir bei "Sozialismus" wären.Und der beschreibt reale gesellschaftliche Verhältnisse in der ersten Phase der kommunistischen Gesellschaftsformation. Er setzt die prinzipielle Klärung der Eigentums- und Machtverhältnisse voraus und ermöglicht ein allmähliches Absterben seiner als Staat gesondert organisierten Machtorgane, weil deren wirtschaftliche und regelnde Funktionen durch Selbstorganisation abgelöst werden.
Bei der Entwicklung der Theorie dieser Gesellschaftsformation hatten MEL logisch sinnvoll vor Augen, dass materielle kapitalistische Machtinstrumente im Wesentlichen beseitigt wären. (Dass die sozialistische Revolution in den entscheidenden fortgeschrittenen Staaten gesiegt hat - der dann notwendige Hinterwäldlersozialismus war nicht eingeplant)
Selbst in der Blütezeit des "realen Sozialismus" blieb das kapitalistische System ökonomisch überlegen. Es konnte also mehr Mittel in die ideologische (und grenz-militärische) Kriegführung stecken.
Damit war es den "sozialistischen" Staaten nie möglich, die Vorzüge des eigenen Systems zu entfalten.
Insofern wäre die DDR als Staat mit potentieller Ausrichtung auf Sozialismus im Übergang unter kapitalistischen Rahmenbedingungen zwar sperrig, aber genauer beschrieben...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es gefällt mir, dass Malle logisch herangehen will, also mit der Klärung der Begriffe. Allerdings stimme ich seinen Definitionen nicht zu. Es müsste notfalls genauer diskutiert werden, ob die marxistischen Definitionen falsch sind. In Teilen hast du sie aber bestätigt. Wo mir allerdings Zahnschmerzen kommen, ist die Behauptung, der Staat sei des Werkzeug einer Bevölkerung&#8230;<br />
Das war er nie und wird er nie sein. Immer war und bleibt jeder Staat &#8220;Instrument der herrschenden Klasse&#8221; zur Aufrechterhaltung der eigenen Herrschaft als Klasse.Dabei geht es bei dem &#8220;etwas haben wollen&#8221; immer um reale Macht bzw. das sie begründende Eigentum. Natürlich gibt es mit einem Schachausdruck gesprochen &#8220;Bauernopfer&#8221;, wird jedes Gericht auch gelegentlich ein Urteil fällen, das dem einzelnen Unterdrückten Recht gibt. Aber z. B. ist der Sinn allen Staates (seiner Grenzen, seiner Armee, seiner Beamten und Angestellten, seiner Gesetzgebung usw.), zu erreichen, dass alles Malles froh bleiben, ihre Arbeitskraft verkaufen zu dürfen (!müssen!).<br />
Das Interesse einer Klasse, also der Aufrechterhaltung des Systems als Ganzes deckt sich nicht immer mit den Einzelinteressen der Gruppen und Schichten dieser Klasse, und in einem konkreten Staat zu einer konkreten Zeit übt die Macht ja nicht die ganze Klasse aus.<br />
Insofern ist &#8220;Pätzolds&#8221; vereinfachende Bejahung nicht ganz abzuweisen. Der Staat DDR vertrat auf jeden Fall nicht die Interessen einer Kapitalistenklasse, u.a. weil es eine solche im Staatsgebilde nicht gab.<br />
Er vertrat die Interessen von etwas, was er für das Proletariat zu halten glaubte, weil es müsse ja eine &#8220;Diktatur des Proletariats&#8221; sein.<br />
Womit wir bei der entscheidenden Frage des Eigentums wären.<br />
Kapitalistisches Eigentum an den Produktionsmitteln ist verhältnismäßig klar als privates erkennbar.<br />
Sozialistisches Eigentum wäre im Kern gesamtgesellschaftliches - es setzt außer nominaler Rechtszuordnung (die es in der DDR gab) auch die reale Inbesitznahme voraus. Die aber ist nicht erfolgt. Sie konnte auch noch nicht erfolgen, weil die technischen Voraussetzungen für Produzentendemokratie nicht vorlagen. (vgl. Cockshott&#8230;)<br />
Womit wir bei &#8220;Sozialismus&#8221; wären.Und der beschreibt reale gesellschaftliche Verhältnisse in der ersten Phase der kommunistischen Gesellschaftsformation. Er setzt die prinzipielle Klärung der Eigentums- und Machtverhältnisse voraus und ermöglicht ein allmähliches Absterben seiner als Staat gesondert organisierten Machtorgane, weil deren wirtschaftliche und regelnde Funktionen durch Selbstorganisation abgelöst werden.<br />
Bei der Entwicklung der Theorie dieser Gesellschaftsformation hatten MEL logisch sinnvoll vor Augen, dass materielle kapitalistische Machtinstrumente im Wesentlichen beseitigt wären. (Dass die sozialistische Revolution in den entscheidenden fortgeschrittenen Staaten gesiegt hat - der dann notwendige Hinterwäldlersozialismus war nicht eingeplant)<br />
Selbst in der Blütezeit des &#8220;realen Sozialismus&#8221; blieb das kapitalistische System ökonomisch überlegen. Es konnte also mehr Mittel in die ideologische (und grenz-militärische) Kriegführung stecken.<br />
Damit war es den &#8220;sozialistischen&#8221; Staaten nie möglich, die Vorzüge des eigenen Systems zu entfalten.<br />
Insofern wäre die DDR als Staat mit potentieller Ausrichtung auf Sozialismus im Übergang unter kapitalistischen Rahmenbedingungen zwar sperrig, aber genauer beschrieben&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Die DDR ein sozialistischer Staat? von Malle</title>
		<link>http://slovantgali.de/2007/11/25/war-die-ddr-ein-sozialistischer-staat/#comment-68</link>
		<author>Malle</author>
		<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 09:33:48 +0000</pubDate>
		<guid>http://slovantgali.de/2007/11/25/war-die-ddr-ein-sozialistischer-staat/#comment-68</guid>
		<description>Ich denke, zuerst muss die Frage geklärt werden:"Was ist ein Sozialismus?", um dann zu sehen ob die DDR ein sozialistischer Staat war oder nicht.
Geh ich vom ursprünglichem Inhalt des Wortes aus, so kann man sagen, Sozialismus ist eine Beschreibung für eine Art der Entwicklung, dass man mit der Endung „ismus“ in eine Abstrakte Form bringen will, damit man das Wesentliche schneller und besser im Zusammenhang versteht. Hier geht es im wesentlichen um die soziale Demokratie in einem Staat.
Und hier muss die Frage beantwortet werden, was ist ein Staat? 
Da wir in einer Welt der Wirtschaft leben in der sich, aufgrund der Entwicklung der Produktion, Unternehmer in Ihrem  Konkurrenzkampf ums Überleben um Marktanteile, dazu gezwungen sehen sich soviel wie möglich Geld an zu eignen, um eben als Unternehmer mit seinem Unternehmen am Leben zu bleiben. Aufgrund dessen wird er dadurch gezwungen die Produktionsmittel und die Arbeitnehmer so auszubeuten, so das am Ende die Arbeitnehmer immer weniger Lohn bekommen. 
Somit ist die Frage beantwortet welche Widersprüche es in einer Bevölkerung eines Staates gibt, was eben einen Staat notwendig macht, der sich durch die Regierung mit seinen entsprechenden Mitteln darstellt.
Der Staat ist ein Werkzeug einer Bevölkerung, womit Widersprüche in Ihr unterdrückt werden sollen, um friedlich im Land leben zu können. Da diese Widersprüche aber grundsätzlicher Art sind und sich nicht friedlich lösen lassen können, weil die einen nie etwas von sich geben wollen und die anderen immer von dem anderen etwas haben wollen, muss der Staat diesen Frieden gewaltsam herbei führen. Da aber entscheidend ist wer gerade die Macht im Staat hat, hängt es natürlich auch dann davon ab welches System benutzt wird, ein kapitalistisches, wo es immer nur ums Geld geht oder ein sozialistisches, wo es immer nur um die Bedürfnisse der Menschen im allgemeinen geht.
Jetzt ist es in einem kapitalistischem Staat so, dass die Regierenden die Macht haben alles zu tun und zu garantieren, den Markt sich frei entwickeln zu lassen, also den Unternehmern freie Hand lassen zu tun was sie wollen. Das heißt, die einen haben in der Hauptseite die Rechte und die anderen haben in der Hauptseite die Pflichten. Diese werden im Kapitalismus immer weiter getrennt.
Im sozialistischem Staat ist es genau umgekehrt, dort hat die Bevölkerung durch Demokratie die macht und dort hat auch die Regierung die Macht die Unternehmer zu zwingen von ihrem Besitz soviel abzugeben, das die Bevölkerung davon leben kann.
Da die Monopole in immer weniger private Hände sind und die allgemeine Bevölkerung darauf keinen Einfluss hat, wird der grundsätzliche Widerspruch zwischen Kapital und den Bedürfnissen der Bevölkerung die von der Arbeit leben können muss, immer deutlicher. Es ist die Abhängigkeit von immer mehr Menschen von immer weniger Menschen die immer mehr Besitzen. Die Befriedigung der Bevölkerung muss immer mehr den Interessen des Geldes weichen. Dies ist ein grundsätzlicher Widerspruch der nur durch Machtübernahme der Bevölkerung gelöst werden kann.
Das kann eben dann nur ein sozialistischer Staat sein, der wirklich das Gegenteil macht. Dazu muss aber die Bevölkerung die Macht haben wollen dies eben tun zu können. Hier denke ich, ist es notwendig sich zu überlegen welche Form und Mittel die Bevölkerung ergreifen muss und braucht, um diese Macht zu bekommen.
Und da glaube ich nicht, das es in der DDR jemals möglich war, weil die noch so gut gemeinte „Einführung“ des Sozialismus, weder von „unten“, also als Bewegung von der Bevölkerung ausging, noch das damit verbunden der Wille vorhanden war darum auch zu kämpfen. Für mich war das ein „Versuch“ den Sozialismus von oben einzuführen. Er war zum Teil sozial wie es auch in anderen Ländern ist, aber eines war er nicht, demokratisch und damit waren zwei Dinge nicht zusammen die untrennbar zusammen gehören. Es ist absolut notwendig eine soziale Demokratie in einem Staat zu haben, wenn man von Sozialismus oder einem sozialistischem Staat sprechen will. Auch hier, meine ich sollte man darüber Nachdenken, wie wir den Begriff „Sozialstaat“ für uns gewinnen können, den ich am liebsten mit dem Inhalt füllen würde dem es gebührt, denn hier kommen wir den üblichen, von den Gegnern gern gemachte Verdrehung. Die Wahrheit des Inhalts eines Wortes in eine Lüge verdrehen und schon werden wahrheitsliebende in die Irre geführt.
So das war es erst mal. Ich weiß, ich muss die Fülle des Wissen in geordnete Bahnen bringen, aber irgendwann lerne ich das auch noch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, zuerst muss die Frage geklärt werden:&#8221;Was ist ein Sozialismus?&#8221;, um dann zu sehen ob die DDR ein sozialistischer Staat war oder nicht.<br />
Geh ich vom ursprünglichem Inhalt des Wortes aus, so kann man sagen, Sozialismus ist eine Beschreibung für eine Art der Entwicklung, dass man mit der Endung „ismus“ in eine Abstrakte Form bringen will, damit man das Wesentliche schneller und besser im Zusammenhang versteht. Hier geht es im wesentlichen um die soziale Demokratie in einem Staat.<br />
Und hier muss die Frage beantwortet werden, was ist ein Staat?<br />
Da wir in einer Welt der Wirtschaft leben in der sich, aufgrund der Entwicklung der Produktion, Unternehmer in Ihrem  Konkurrenzkampf ums Überleben um Marktanteile, dazu gezwungen sehen sich soviel wie möglich Geld an zu eignen, um eben als Unternehmer mit seinem Unternehmen am Leben zu bleiben. Aufgrund dessen wird er dadurch gezwungen die Produktionsmittel und die Arbeitnehmer so auszubeuten, so das am Ende die Arbeitnehmer immer weniger Lohn bekommen.<br />
Somit ist die Frage beantwortet welche Widersprüche es in einer Bevölkerung eines Staates gibt, was eben einen Staat notwendig macht, der sich durch die Regierung mit seinen entsprechenden Mitteln darstellt.<br />
Der Staat ist ein Werkzeug einer Bevölkerung, womit Widersprüche in Ihr unterdrückt werden sollen, um friedlich im Land leben zu können. Da diese Widersprüche aber grundsätzlicher Art sind und sich nicht friedlich lösen lassen können, weil die einen nie etwas von sich geben wollen und die anderen immer von dem anderen etwas haben wollen, muss der Staat diesen Frieden gewaltsam herbei führen. Da aber entscheidend ist wer gerade die Macht im Staat hat, hängt es natürlich auch dann davon ab welches System benutzt wird, ein kapitalistisches, wo es immer nur ums Geld geht oder ein sozialistisches, wo es immer nur um die Bedürfnisse der Menschen im allgemeinen geht.<br />
Jetzt ist es in einem kapitalistischem Staat so, dass die Regierenden die Macht haben alles zu tun und zu garantieren, den Markt sich frei entwickeln zu lassen, also den Unternehmern freie Hand lassen zu tun was sie wollen. Das heißt, die einen haben in der Hauptseite die Rechte und die anderen haben in der Hauptseite die Pflichten. Diese werden im Kapitalismus immer weiter getrennt.<br />
Im sozialistischem Staat ist es genau umgekehrt, dort hat die Bevölkerung durch Demokratie die macht und dort hat auch die Regierung die Macht die Unternehmer zu zwingen von ihrem Besitz soviel abzugeben, das die Bevölkerung davon leben kann.<br />
Da die Monopole in immer weniger private Hände sind und die allgemeine Bevölkerung darauf keinen Einfluss hat, wird der grundsätzliche Widerspruch zwischen Kapital und den Bedürfnissen der Bevölkerung die von der Arbeit leben können muss, immer deutlicher. Es ist die Abhängigkeit von immer mehr Menschen von immer weniger Menschen die immer mehr Besitzen. Die Befriedigung der Bevölkerung muss immer mehr den Interessen des Geldes weichen. Dies ist ein grundsätzlicher Widerspruch der nur durch Machtübernahme der Bevölkerung gelöst werden kann.<br />
Das kann eben dann nur ein sozialistischer Staat sein, der wirklich das Gegenteil macht. Dazu muss aber die Bevölkerung die Macht haben wollen dies eben tun zu können. Hier denke ich, ist es notwendig sich zu überlegen welche Form und Mittel die Bevölkerung ergreifen muss und braucht, um diese Macht zu bekommen.<br />
Und da glaube ich nicht, das es in der DDR jemals möglich war, weil die noch so gut gemeinte „Einführung“ des Sozialismus, weder von „unten“, also als Bewegung von der Bevölkerung ausging, noch das damit verbunden der Wille vorhanden war darum auch zu kämpfen. Für mich war das ein „Versuch“ den Sozialismus von oben einzuführen. Er war zum Teil sozial wie es auch in anderen Ländern ist, aber eines war er nicht, demokratisch und damit waren zwei Dinge nicht zusammen die untrennbar zusammen gehören. Es ist absolut notwendig eine soziale Demokratie in einem Staat zu haben, wenn man von Sozialismus oder einem sozialistischem Staat sprechen will. Auch hier, meine ich sollte man darüber Nachdenken, wie wir den Begriff „Sozialstaat“ für uns gewinnen können, den ich am liebsten mit dem Inhalt füllen würde dem es gebührt, denn hier kommen wir den üblichen, von den Gegnern gern gemachte Verdrehung. Die Wahrheit des Inhalts eines Wortes in eine Lüge verdrehen und schon werden wahrheitsliebende in die Irre geführt.<br />
So das war es erst mal. Ich weiß, ich muss die Fülle des Wissen in geordnete Bahnen bringen, aber irgendwann lerne ich das auch noch.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Die DDR ein sozialistischer Staat? von Petzold</title>
		<link>http://slovantgali.de/2007/11/25/war-die-ddr-ein-sozialistischer-staat/#comment-67</link>
		<author>Petzold</author>
		<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 08:36:33 +0000</pubDate>
		<guid>http://slovantgali.de/2007/11/25/war-die-ddr-ein-sozialistischer-staat/#comment-67</guid>
		<description>Meine Meinung, auch nach mehreren Studien ist eindeutig, ja die DDR war ein soz. Staat und ihr Untergang ist einer der 
schmerzlichsten Niederlagen für die gesamte deutsche Arbeiterbewegung und ihrer Verbündeten.

Petzold</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Meinung, auch nach mehreren Studien ist eindeutig, ja die DDR war ein soz. Staat und ihr Untergang ist einer der<br />
schmerzlichsten Niederlagen für die gesamte deutsche Arbeiterbewegung und ihrer Verbündeten.</p>
<p>Petzold</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Hallo Welt! von frieden</title>
		<link>http://slovantgali.de/2007/04/11/hallo-welt/#comment-66</link>
		<author>frieden</author>
		<pubDate>Mon, 26 Nov 2007 08:10:40 +0000</pubDate>
		<guid>http://slovantgali.de/2007/04/11/hallo-welt/#comment-66</guid>
		<description>Wohin mit dem vielen Geld also als Thema aufstellen?
Okay...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wohin mit dem vielen Geld also als Thema aufstellen?<br />
Okay&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Hallo Welt! von Malle</title>
		<link>http://slovantgali.de/2007/04/11/hallo-welt/#comment-65</link>
		<author>Malle</author>
		<pubDate>Sun, 25 Nov 2007 22:57:12 +0000</pubDate>
		<guid>http://slovantgali.de/2007/04/11/hallo-welt/#comment-65</guid>
		<description>War etwas, für mich, schwierig hier her zu finden, aber nun bin ich hier. Ich hoffe interessante Kommentare zu finden die das Problem "Wohin mit dem vielem Geld?" mit lösen helfen. Bin gespannt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>War etwas, für mich, schwierig hier her zu finden, aber nun bin ich hier. Ich hoffe interessante Kommentare zu finden die das Problem &#8220;Wohin mit dem vielem Geld?&#8221; mit lösen helfen. Bin gespannt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
