Am Menschen

Ahasver

Wie langsam dreht sich doch die Welt,nicht, dass wer Wunder glauben macht,ihr einen Wandel mag verpassen.Um mich sind die, die selber unterdrückt,doch nicht von ihren Katzentischalmosen lassen. .

Bist du der Mann, der meint,die Bürde wär ihm Recht?Du hast die Kraft, die Menschheit zu erlösen,allein mit deinem Wort?Ich sah dich gehen, im Geiste feind,entrückt trotz Kreuzeslast gelassenlächeln zu dem Bösenim Wissen, du gehst fort. .

Warum, wenn du das Wunder kennst,nimmst du nicht Pein von dir und jedermann?Es ist des alten Volkes Davids keine Zier,dass es sich tief vor anderen verneigen kann.Wirf ab das Kreuz und sprich zu Menschen, die alltäglich werken mit und ohne Eildass es kein Oben und kein Unten gibt,dass jeder, der,wie viel dies immer sei, sein Bestes gibt,bekommen möge seinen Teil. .

Wie widerst du mich an,dass du vergibst,was Menschen wölfisch macht,dass du behauptest,dass du alle liebst,und lässt sie doch zurück in ihres Geistes Nacht. .

Ich nehm ihn auf mich, deinen Fluch,wenn du nicht sein willst, wer schon aufbegehrt,das ist mir das unendlich lange Leben wert,dass blutrot immer wieder Wunden deckt mein Tuch. .

Ich weiß nicht, wann der Tag wird kommen,an dem für jeden gleich Gerechtigkeit geschieht,und dieses Wort vergessen wird,weil niemand etwas andres sieht.Ich kämpfe einfach Tag für Tagund muss halt immer neue Kampfgefährten finden.Nun, ja, so manchen wird der Glaube an die Lüge binden.Als obs das Kuschen wäre, das er mag,wenn’s ihn zum Golde, das er gerne hätte, zieht. .

Man wird mich immer wieder sehen,ich mein es gut, was wenige verstehen,ich halte nichts vom Hoffen auf den Tod,anstatt zu kämpfen gegen jede Not. .

Mich wird man treffen in verschiedensten Gestalten,für mich niemals, den Kopf gesenkt, die Hände falten.Ein neuer Mensch wird schaffen, ändern, bauen,auf Zukunftsträume wissend schauen.Wenn er benutzt nur seines Geistes Kraft,dann wird mein großes Werk geschafft. .

Jahrhundert um Jahrhundert werd ich Sucher sein,kein Gnadentod wird mich erlösen,den Hass von Dummheit, Macht trag ich alleinin keinem Grab werd ich verwesen.Wie könnt ich mir Verzagen je verzeihn,denn irgendwann wird jeder mehr als schreiben oder lesen. .

Die Menschheit, die dann reift, die möcht ich sehnund weiß doch, wenn sie einst erreicht,das Leben deinem nach dem Tode gleicht,dann darf und kann und muss ich gehn.